Herbert Becker
Blutwurz
Mord in der Karpfenteichsiedlung. Ein Krimi aus der Münchner Vorstadt
Preis: 9,90 EUR

Das Portrait der bayerischen Vorstadt, mit ihren kulturellen Konventionen und gesellschaftlichen wie persönlichen Zwängen und Mechanismen, zeichnet Herbert Becker ebenso detailverliebt wie ungeschminkt. Dadurch wird seiner fiktiven Karpfenteichsiedlung nicht nur eine belebende Dynamik eigen, sie vermag auch die großen und kleinen zwischenmenschlichen Abgründe, die eine derartige Wohnsituation bereithält, zu offenbaren. Im Zentrum der Erzählung befindet sich zwar stets die Aufklärung des Mordfalls, doch ist es gerade das soziale Gefüge der Siedlung, welches durch Tat und Täter ins Wanken gerät, das an "Blutwurz" zu fesseln weiß: Vorbehalte und Argwohn gegenüber besimmten Institutionen und den Menschen, deren Engagement sich kontrastierend zum Allgemeinkonsens verhält, sind Themen, deren Brisanz über die Karpfenteichsiedlung hinausgeht.
Max Köppl (Ostbayerisches Magazin lichtung, Januar 2016/1)

Endlich spielt sich ein Krimi nicht im protzigen Milieu ab, sondern in einer fiktiven Kleinhäusersiedlung im Münchner Stadtteil Trudering.
Konrad Zahn (Altbayerische Heimatpost, 15/2015)

Ihm gelingt es, ein aktuelles und durchaus brisantes Thema in einen typischen Regionalkrimi zu verpacken. Natürlich kommt dabei die Unterhaltung nicht zu kurz.
Hallo (06.06.2015)

(...) es handelt sich keineswegs um einen Regional- oder gar Heimatkrimi. DIe Geschichte, die hier erzählt wird, ist nicht an eine bestimmte Gegend gebunden und sie ist durchaus aktuell (...)
Straubinger Tagblatt (25.04.2015)

Alle Personen sind originell und treffend charakterisiert, die Siedler-Mentalität wird einfühlsam nachempfunden. Dazu trägt wesentlich bei, dass sämtliche Dialoge in Wortschatz und Grammatik authentisch bairisch sind, jedoch behutsam an die Schriftsprache angenähert erscheinen. (...) Der Stoff ist insofern aktuell, als es sich bei der Rehabilitationseinrichtung ebenso gut um ein Heim für Asylbewerber handeln könnte: Fremde werden in eine Umgebung verpflanzt, in der sie auf Menschen treffen, die ihnen feindselig gegenüber stehen, weil sie in jeder Veränderung eine Bedrohung ihrer (scheinbar) heilen Welt sehen. Der Autor zeigt auf, wie kurz der Weg von der Ablehnung zur Gewalttätigkeit sein kann, und wie schnell eine eben noch weiß-blau liberal wirkende Gesinnung hässliche Brauntöne bekommt.
Ludwig Zehetner (17.03.2015, für einen Rundbrief des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte)

Mittelbayerische Zeitung (18.01.2016)

Hallo Wochenende (18.04.2015)

br.de (28.03.2015, Link)

Straubinger Wochenblatt (25.03.2015)