Jasmin Beer / Wolfgang Neiser
Brau-Kunst in und um Regensburg
Festschrift zum Tag des Bieres und Begleitbuch zur Regensburger Ausstellung anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Bayerischen Reinheitsgebots
1. Auflage 2016
132 Seiten, 17 x 24 cm, durchgehend farbige Abbildungen, Hardcover
Erscheinungstermin: lieferbar
ISBN: 978-3-86646-316-5
Preis: 19,90 EUR

Dass Gott Hopfen und Malz erhalten möge und Bier gerne mit der Metapher des flüssigen Brotes umschrieben wird, ist nicht nur ein frommer Wunsch oder eine alttägliche Floskel, sondern zeigt den Stellenwert der Braukunst für den Genuss des Lebens. Die "Brau-Kunst" beschränkt sich hierbei nicht nur auf den Herstellungsprozess des Getränks, sondern schließt das Lebensgefühl von Heimat und Tradition mit ein.

Hatten im Mittelalter vorerst nur kirchliche und grundherrschaftliche Herren das Recht Bier zu brauen, weitert sich Ende des 14. Jahrhunderts der Kreis der Brauberechtigten auf die Bürgerschaft aus. Sehr schnell stand nicht nur die Frage, wer brauen darf, sondern auch die Qualität des Bieres im Vordergrund und so ließ in Regensburg eine feststehende Satzung nicht lange auf sich warten. Somit hatte die Stadt bereits 1469 einen eigenen Vorläufer des bekannten Reinheitsgebots von 1516.

Zur "Brau-Kunst" zählt auch die Kultur der bayerischen Gemütlichkeit. Wirtshäuser, Kneipen und Biergärten prägen die Kulturlandschaft und die sozialen Gepflogenheiten von Stammtischen bis hin zu Schafkopfrunden. Zahlreiche Schenken lassen sich jedoch nicht nur auf den gastronomischen Konsum beschränken - im Gegenteil: Sie bilden nach Feierabend oder zum sonntäglichen Frühschoppen einen Versammlungsort zum kommunikativen Austausch und der Bewahrung von Traditionen.

Hier können Sie sich den TVA-Buchtipp vom 27.04.16 ansehen: http://bit.ly/2er4C1O

    
Buchtipp
Gesichter eines Dorfes
Den Charakter-Menschen eines Dorfes war der Fotograf Stefan Winkelhöfer auf der Spur. Selbst zugezogen, wollte er mehr sein als nur "Siedler" und erfahren, was ein Dorf zur Heimat macht.

Auf vielen Streifzügen begegnete er den "Dörflern" und hat sie in ihren Lebensräumen portraitiert. Entstanden sind stille und würdige Aufnahmen, die einem Dorf sein Gesicht zurückgeben.

Als wären sie für einander geschaffen, fügen sich die Bilder und die leisen, fein gesponnenen Gedichte ...