Manfred Müller
Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924
Deutsches Notgeld, Band 12
1. Auflage 2011
608 Seiten, 14,8 x 21 cm, zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen, Broschur
Erscheinungstermin: lieferbar
ISBN: 978-3-86646-519-0
Preis: 39,90 EUR

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ging ein Mangel an Kleingeldmünzen einher - geschuldet der Tatsache, dass diese oft aus hochwertigen Materialien (Gold, Silber, usw.) waren, das man für sich horten wollte. Diesem Mangel versuchten Länder, Gemeinden, Städte und Firmen entgegenzutreten, indem sie Notgeld in Umlauf setzten. Da bis 1923 eine ungemeine Menge an solchem Geld in Umlauf kam, nahm damals Dr. Arnold Keller - der Verfasser der ersten Kataloge zu deutschem Notgeld - eine Einteilung vor, die noch heute als Einordnungshilfe dient. Zwar hatte es schon seit dem Krieg eine leichte Inflation gegeben, doch ab 1922 schritt der Wertverlust der Reichsmark immer weiter voran. 1923 büßte sie weiter an Kaufkraft ein, bis die Nennwerte während der Hochinflation bis ins Unendliche stiegen. Um diese Talfahrt zu stoppen, gab man Notgeld aus, das durch seinen Gegenwert beständig war, also nicht an Wert verlieren konnte. Dies waren z.B. Gold oder US-Dollar, aber zum Beispiel auch Holz, Wald oder Roggen. Im vorliegenden Buch soll dieses wertbeständige Notgeld erstmals vorgestellt und katalogisiert werden. Damit schließt sich eine weitere Lücke und die Reihe Deutsches Notgeld kann weiter vervollständigt werden. Dieser Katalog ist ein Muss für jeden Sammler deutscher Geldscheine und den interessierten Laien.

    
Buchtipp
Die deutschen Militärausgaben im besetzten Frankreich 1914 ...
Kaum ein Thema spiegelt die Zerrissenheit zwischen Deutschland und Frankreich während des Ersten Weltkriegs so wider, wie das Geldwesen in den deutsch besetzten Gebieten. Auf ihrem Rückzug hatte die französische Armee sämtliche Geldbestände mitgenommen oder vernichtet und der französische Staat zahlte nicht einmal mehr Renten an Personen aus, die im besetzten Gebiet lebten. Die deutsche Besatzungsmacht musste in vielerlei Hinsicht eine Gratwanderung durchführen, um einen Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftslebens zu verhindern.Zum besseren Verständnis ...