Hans-Ludwig Grabowski / Wolfgang Haney
Der Jude nahm uns Silber, Gold und Speck...
Für politische Zwecke und antisemitische Propaganda genutzte Geldscheine in der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reichs
1. Auflage 2015
280 Seiten, 17 x 24 cm, durchgehend farbige Abbildungen, Hardcover
Erscheinungstermin: lieferbar
ISBN: 978-3-86646-122-2
Preis: 29,90 EUR

Propagandascheine sind ganz besonders interessante historische Zeitbelege, da sie nicht nur einst als Geld umliefen oder solches nachahmen, sondern - mit zusätzlichen Propagandabotschaften versehen - auch einen unverfälschten Einblick in die politischen Verhältnisse und Argumentationen ihrer Zeit bieten.

Da die historischen Zusammenhänge zum besseren Verständnis der eingesetzten Propaganda in der krisengeschüttelten und politisch unruhigen "Weimarer Republik" von besonderer Bedeutung sind, wird in der Einleitung auf die Entwicklung vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zur NS-Diktatur eingegangen. Dabei werden auch die Wahlen zur Nationalversammlung 1919 und zum Reichstag von 1920 bis 1938 sowie die daraus resultierenden politischen Verhältnisse und Umbrüche analysiert und Wahlergebnisse dokumentiert. Wichtig war es dem Autor auch, den Weg vom Geld als universellem Tauschmittel zum Mittel von Kommunikation und schließlich Propaganda aufzuzeigen. Hierzu wird der Bogen von der Antike über Motive auf Münzen und Geldscheinen bis hin zum Holocaust gespannt.

Dank der umfangreichen und wohl einzigartigen Sammlung des Herausgebers bietet die vorliegende Dokumentation einen beeindruckenden Überblick über deutsche und österreichische Geldscheine als Mittel politischer und vor allem antisemitischer Propaganda vom Ende des Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Im Zweiten Weltkrieg warfen schließlich auch die Alliierten im Rahmen ihrer psychologischen Kriegsführung neben gefälschten Geldscheinen und Lebensmittelkarten auch falsche Behelfszahlungsmittel der Wehrmacht mit Propagandaaufdrucken über Deutschland ab.

    
Buchtipp
Ersatzgeld und geldähnliche Belege in der DDR
Henning Huschka wurde 1964 in Brandenburg/Havel geboren. Seine Sammelleidenschaft entwickelte sich bereits in der Kindheit und begann mit Briefmarken der DDR und Kleingeld des Deutschen Reichs. Durch sein Universitäts-Studium in Moskau richtete sich sein Interesse bald auf Papiergeldausgaben der frühen Sowjetunion sowie der anliegenden Staaten, speziell des Baltikums.
Mehrere Veröffentlichungen in der Fachzeitschrift Der ...