Kulturamt der Stadt Regensburg
Erinnern und Vergessen
Horst Hanskes Regensburg
1. Auflage 2015
48 Seiten, 24 x 26 cm, zahlreiche Schwarz-Weiß Abbildungen, Broschur
Erscheinungstermin: lieferbar
ISBN: 978-3-86646-576-3
Preis: 9,90 EUR

Katalog zur Ausstellung anlässlich Horst Hanskes 80. Geburtstag im Verlagshaus der Mittelbayerischen Zeitung Regensburg vom 16. bis 27. November 2015. Mit Beiträgen von Joachim Wolbergs, Vera Bachmann, Harald Raab, Heribert Prantl, Manfred Rohm, Günter Schießl und Wolf Peter Schnetz.
 
Horst Hanske wurde 1935 in Ratibor geboren. Im Jahre 1945 floh er mit seiner Familie nach Regensburg, wo er zunächst am Römling und später dann in der Ganghofer Siedlung lebte. Er besuchte das Alte Gymnasium in Regensburg, brach seine dortige Schullaufbahn jedoch aus familiären Gründen ab. Stattdessen begann er bei der Firma Roller in Regensburg eine Lehre zum Chemigraphen und absolvierte an der Berufsschule für Lichtbild und Bilddruckgewerbe in München eine Ausbildung. Ab 1955 war er bei der Mittelbayerischen Zeitung als Chemigraph angestellt. In den Jahren von 1958 bis 1960 war er Mitglied im Bund deutscher Radfahrer und ging mit der deutschen Nationalmannschaft im Radfahren an den Start. Von 1963 bis 1965 besuchte er die Meisterschule für Fotografie in München und erhielt im Anschluss an seine Ausbildung dort einen Preis für Sportfotografie (1965) sowie für Städtefotografie (1969). Ab 1974 war er als Fotojournalist und Redakteur bei der Regensburger Zeitung "Die Woche" tätig. Nach deren Einstellung im Jahr 1999 arbeitete er als freier Journalist für die Mittelbayerische Zeitung sowie für die Süddeutsche Zeitung. Seit 2012 lebte er in einer ambulant betreuten Pflegegruppe für Demenzkranke. Horst Hanske verstarb am 13.01.2016 im Alter von 80 Jahren.

    
Buchtipp
Tod durch das Fallbeil
Im Namen des deutschen Volkes richtete er mit dem Fallbeil über 3.000 Männer und Frauen. Zu seinen Todeskandidaten gehörten Mörder und Widerstandskämpfer, die Wiener Giftmischerin Martha Marek ebenso wie die 21-jährige Studentin Sophie Scholl. Auf Befehl der amerikanischen Militärregierung henkte er 156 Nazigrößen am Galgen, darunter Oswald Pohl, Chef des SS-Wirtschaftshauptamtes. Zuletzt stand er selbst vor Gericht: Johann Reichhart, (West-)Deutschlands letzter Scharfrichter und während der NS-Zeit Scharfrichter in ganz Süd- ...